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Es gibt zwei Methoden, beim Offsetdruck farbige Darstellungen zu erzielen:

Druck mit den Prozessfarben der Euroskala: Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz.
Druck mit Sonderfarben (Schmuckfarben): Sonderfarben werden in erster Linie zur standardisierten Wiedergabe von Hausfarben und beim Druck von Duplexbildern verwendet.

Bei beiden Methoden gilt es ein grundsätzliches Problem zu beachten: Wunderschön farbige Darstellungen werden im Endprodukt anders erscheinen als auf dem Bildschirm, wenn bei der Bildbearbeitung nicht die nötige Sorgfalt aufgewandt wird. Dabei müssen das gewählte Papier, der Punktzuwachs und die zur Verfügung stehenden Farben berücksichtigt werden; außerdem die maximalen Obergrenzen des Gesamtfarbauftrags (Addition der Prozentwerte aller vier Farbauszüge im dunkelsten Punkt des Bildes): Beim Bogenoffset sollte dieser Wert 340% nicht überschreiten, beim Zeitungsdruck sind 240% die Obergrenze. Für das Überfüllen, Aussparen und Überdrucken von farbigen Objekten gibt es außerdem spezielle Einstellungen, die ausschlaggebend für das Ergebnis sind.

Vierfarbdruck mit Euroskala-Farben

Mit Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz lassen sich viele Farbtöne drucken, aber nicht alle. Farben, die außerhalb des CMYK-Farbraumes liegen, müssen entweder mit Sonderfarben gedruckt werden oder es muss ein annähernd ähnlicher aus CMYK erzeugter Farbton genügen.

Beim Druck mit Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz werden die gewünschte Farbtöne aus den vier Prozessfarben während des Druckvorgangs lasierend (durchscheinend) übereinandergedruckt. In der Druckvorstufe werden dazu alle farbigen Darstellungen in die vier Druckfarben getrennt und für jede Farbe ein Film ausgegeben. Entsprechend werden bei der Druckformherstellung vier Druckplatten, jeweils eine für jede Farbe, hergestellt.

Wenn bei der Belichtung einer Datei nicht in allen vierfarbig zu druckenden Bildern vier Filme ausgegeben werden, stimmt am Bild-Modus etwas nicht. Es ist nicht möglich, RGB-Bilder vierfarbsepariert zu belichten.


 

Rasterwinkelung im Druck mit Euroskala-Farben:

Die Rasterpunkte der einzelnen Farben beim Vierfarbdruck mit CMYK müssen verschiedene Winkel aufweisen, da es sonst beim Druck zu unerwünschten Effekten (Moirés) kommt:

  • Cyan 75°
  • Magenta 15°
  • Yellow 0°
  • Schwarz 45° (eventuell getauscht mit der bildwichtigsten Druckfarbe)

Die mit CMYK druckbaren Farbtöne werden in Farbwertebüchern mit den entsprechenden prozentualen Anteilen der drei Buntfarben wiedergegeben, die von Farbherstellern zur Verfügung gestellt werden.

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Gleichgültig mit welchen Sonderfarben Sie arbeiten, die Wahl der richtigen Rasterwinkel ist wichtig für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der für das Auge unauffälligste Rasterwinkel ist 45°, gefolgt von 75°, dann 15° und schließlich 0°. Wählen Sie für die dunkelste bzw. bildtragenste Farbe (in der Regel Schwarz) den unauffälligsten Winkel, und gehen Sie dann in der Reihenfolge der Helligkeit der Farben vor. Werden zwei Farben verdruckt, wie etwa bei Duplexbildern, sind folgende Winkeleinstellungen empfehlenswert:

  • hellere Farbe 75°
  • dunklere Farbe 45°

Bei einem Druck mit drei Farben gilt dann:

  • hellste Farbe 15°
  • mittlere Farbe 75°
  • dunkelste Farbe 45°
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Die möglichen Winkel werden zwischen 0 Grad und 90 Grad regelmäßig aufgeteilt.


Was ist CMYK?

CMYK steht für Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (K für Key). Mit diesen 4 Farben werden im Offsetdruck farbige Bilder gedruckt. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Dateien und Bilder in diesem Farbraum angelegt sind. Daten die im RGB-Farbmodus angelegt sind, können, bedingt durch eine Konvertierung, zu einer Abweichung der Farbdarstellung zwischen Monitoransicht und Druckerzeugnis führen.

Was bedeutet 4/4-farbig?

Wenn ein Produkt 4/4-farbig bedruckt wird, so bedeutet dies, dass beide Seiten eines Blattes mit den vier Farben des Offsetdruckes (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) bedruckt werden. Ein Poster welches z.B. nur auf der Vorderseite bedruckt wird, während die Rückseite unbedruckt bleibt, wäre folglich 4/0-farbig bedruckt.

Druck mit Sonderfarben

Die zwei meistverbreiteten Farbanbieter von Sonderfarben sind HKS und Pantone.

HKS

Aus 86 festgelegten Farbtönen können Sie den von Ihnen gewünschten HKS-Farbton auswählen. Als Hilfestellung werden von HKS-Farbfächer zur Verfügung gestellt. Farben wirken auf verschiedenen Papieren unterschiedlich, deshalb gibt es die Farbfächer für:

  • Naturpapier,
  • Kunstdruckpapier (gestrichenes Papier),
  • Endlospapier,
  • Zeitungspapier und mit
  • Rasterflächen in 10er-Stufen + 3 Stufen Schwarz

Mehr zu HKS-Farben erfahren Sie bei www.hks-farben.de.

Pantone

...ist ein Farbsystem mit über 1000 Farbnuancen, das weltweit verbreitet ist. Pantone-Farbfächer gibt es für gestrichenes und ungestrichenes Papier. Mit Pantone lassen sich auch ausgefallene Farbideen verwirklichen, bei den Mischrezepturen der Farbe kann es aber zu Abweichungen kommen.

Mehr zu Pantone-Farben erfahren Sie bei www.pantone.de.

 

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